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Mehr Bäume braucht das Land!

Pflanzaktionen von Hochstammobst- und Feldbäumen

Seit Jahrzehnten sind Hochstammobstbäume und Feldbäume im Rückgang. In manchen Gegenden sind nur noch wenige Prozent der ehemaligen Bestände der Kulturlandschaft übriggeblieben. Streuobstgärten, einst eine wichtige Produktionsgrundlage und prägendes Landschaftselement von grossem ästhetischem und ökologischem Wert, drohen weitgehend zu verschwinden. Das Auftreten der Bakterienkrankheit Feuerbrand hat den Baumrückgang nochmals massiv beschleunigt. Um dieser Entwicklung Gegensteuer zu geben, haben wir seit 2007 in Zusammenarbeit mit dem Fonds Landschaft Schweiz und der IG Kulturlandschaft die Pflanzung von bisher über 8000 Bäumen initiiert und begleitet.

 

Seit 2007 führen wir jeden Winter in der Nord-, Ost- und Zentralschweiz Baumpflanzaktionen durch - seit 2009 für die IG Kulturlandschaft. Der Fonds Landschaft Schweiz übernimmt im Rahmen seiner Alleen-Kampagne ein Drittel bis die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte muss von lokalen Sponsoren, von Gemeinden und Kantonen getragen werden.

Für die Landwirte sind die Bäume kostenlos oder, sofern sie nicht an landschaftsprägenden Orten oder in Alleen stehen bzw. sich nicht genügend regionale Sponsoren beteiligen, mit einem kleinen Unkostenbeitrag verbunden.

Die Pflanzaktionen umfassen

  • eine individuelle Beratung der Landwirte bezüglich Standort- und Sortenwahl oder zu den Beitragsmöglichkeiten von Bundes- und kantonalen Programmen,
  • die Bestellung und Lieferung der Bäume,
  • Pflanz- und Schnittkurse vor Ort (bei der Baumabgabe und jeweils 1-2 Jahre danach).

Wenn Sie - als Mitglied eines Naturschutzvereins, einer Gemeindebehörde oder als Landwirt - eine Pflanzaktion in Ihrer Gemeinde durchführen möchten, treten Sie frühzeitig mit uns in Kontakt!

 

Kontakt

  Tobias Isler
Postadresse: IG Kulturlandschaft
Hof Litzibuch
CH-8966 Oberwil-Lieli
Schweiz
 
 
Telefon: ++41 - (0)56 641 17 14 oder (0)56 641 11 55
Fax: ++41 - (0)56 641 17 14
e-mail: tobias.isler_at_agraroekologie.ch

 

Übrigens...

... bereichern Sie Ihre Obstgärten mit Nisthilfen!

Damit fördern Sie die typischen Vögel und Fledermäuse des Lebensraums Hochstamm-Obstgarten - und leisten so nicht nur einen Beitrag an die Biodiversität der Kulturlandschaft, sondern auch an die biologische Schädlingskontrolle.

Anleitungen zum Bau der Nistkästen finden sie hier: Für Höhlenbrüter v.a. an Bäumen montieren (Merkblatt Höhlenbrüter), für Halbhöhlenbrüter an Gebäuden (Merkblatt Halbhöhlenbrüter).

Beispiel: Für einen Obstgarten mit 60 Bäumen 3 Nisthilfen für den Gartenrötel anbringen, davon 2 an Bäumen (Durchmesser des Lochs ca. 40-47 mm, Kastentyp Höhlenbrüter), und 1 am nahen Gebäude (Kastentyp Halbhöhlenbrüter). Zudem je zwei Nisthilfen für die Höhlenbrüter Blaumeise, Kohlmeise und Feldsperling ebenfalls in den Bäumen (Lochgrössen und Befestigungsstellen siehe Merkblatt Höhlenbrüter).

Generell die Kästen mindesten 1.8 m hoch aufhängen, und am besten das Loch in Richtung Osten, und nicht an der prallen Sonne!

Zur Mäusekontrolle in den Obstgärten besonders zu empfehlen ist die Förderung des kleinen Greifvogels Turmfalke, indem unter dem Gibel des Stalls oder der Scheune - vorzugsweise an einer von Menschen wenig frequentierten Seite des Gebäudes, auch an der Nordseite - ein spezieller Turmfalkenkasten montiert wird. Mehr dazu lesen Sie auch hier (Artikel in "Die Grüne").

 

 












 
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